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Nürnbergs DAV Radler
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Winter

        Ich betrete den Keller und greife mein Rad. Am Rahmen hängt noch eine Millimeterdicke
       Schicht Lehm und Erde von meiner letzten Herbstausfahrt.
       Außen auf der Strasse bilden sich beim Ausatmen weiße Wölkchen vor meinem Gesicht,
       ich steige auf und nehme den kürzesten Weg Richtung Lorenzer Reichswald.
       Am Silvester Nachmittag hat es etwas Geschneit. Ungefähr 3-4 cm lockerer Schnee
       liegen auf dem Forstweg der mich zu den Trails bringt, die ich das letzte Jahr zur Genüge genießen durfte.

      
         Morgens im Winter
              

       
         Unterwegs treffe ich nur wenige Fußgänger, um 10.00 Uhr an Neujahr schlafen die meisten erst einmal aus
      und genießen ein ausgiebiges Frühstück.
      Ich genieße die kalte klare Luft sowie die Gewissheit,
      heute eine Genusstour auf festen gefrorenen Wegen vor mir zu haben.
      Ich biege in den ersten Singletrail ein und kann nur wenige Spuren anderer Geländeradfahrer auf dem Weg erkennen.
      An den teilweise eingesunkenen Spuren lässt sich leicht erkennen, dass ich heute der erste auf diesem Weg bin.
      Der Boden knistert unter meinen Stollenreifen.
      Die Sonne bringt die Eiskristalle auf den Bäumen und dem Boden zum glitzern.
      Eigentlich sollte man innehalten und diese Atmosphäre in Ruhe genießen.
      Ich spüre den kalten Fahrtwind in meinem Gesicht und weiß,
      dass mich noch viele Lichtspiele auf meiner weiteren Tour erwarten.
      Die Tristheit des Herbstes wurde mit einer weißen Decke zugedeckt.
      Ich treffe auf einen unberührten Waldweg und ziehe fast lautlos eine annähernd gerade Linie in den Schnee.
      Ein leichter Windhauch weht den Schneestaub von den Bäumen, die Kristalle glänzen in der Sonne.


       

       
         Die erste Spur im frischen Schnee
              
       
        Am Anstieg zum Brunner Berg schalte ich vorne auf das kleine Ritzel,
     ich habe ja Zeit und niemand reizt mich zu einem Sprint. Auf halber Höhe biege ich rechts ab.
     Die Herausforderung den schmalen steilen Weg bergauf zu nehmen ist dann doch zu verlockend.
     Auf dem kommenden breiten Weg bellt mich ein Hund an, das Herrchen mal wieder außerhalb jeglicher Kontrolle.
     Als ich Ihn erreiche, erfahre ich, dass der Hund "ein ganz braver ist, der nur spielen will".
     Ich denke mir, hoffentlich weiß das der Hund auch und entferne mich in Richtung Brunn.
     Der Rückweg beginnt mit einer Abfahrt, die mich so verschwitzt wie ich bin etwas frösteln lässt.
     An der Autobahnunterführung treffe ich zwei Wanderer die mir bereitwillig den Weg freimachen,
     mit dem Wunsch auf ein gesundes neues Jahr bedanke ich mich und setzte meinen Weg fort.


          


       
         Auch im bei Schnee ein Genuß
              

     
        Mittlerweilen ist es Mittagszeit und die Anzahl der Spaziergänger nimmt deutlich zu.
     Ein Spaziergänger ruft mir zu ob ich Spikesreifen aufgezogen habe. Auf mein Bedauern und Kopfschütteln hin,
     wünscht er mir noch eine gute Fahrt. Die letzten Meter fordern dann auch einiges an Vorsicht,
     denn der Fahrweg vom Schmausenbuck hat einige vereiste Stellen zu bieten.
     Mit der befriedigenden Gewissheit, den Vormittag mit einer meiner liebsten Beschäftigungen verbracht zu haben,
     komme ich zu Hause an. Meine Frau begrüßt mich mit den Worten "du bist ja schon da"
     und ich denke für den Bruchteil einer Sekunde daran umzukehren.
     Doch jeder Moment hat seine Zeit und jetzt ist Zeit für andere Dinge.

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Gefühlte 60

       Sonntag, der Tag des Endspiels, der Tag nach der Feier des 3.Platzes,
      der Tag nach einer kurzen Nacht. Warm und sonnig ist er. Wer wird wohl kommen,
      um zu Radeln und nicht im Bad zu liegen?
      Um 10:00 Uhr waren wir zu neunt und komplett am Ebermannstädter Bahnhof.
      Nach einer angenehmen warmen Zugfahrt konnten wir uns das Warmfahren schenken und fuhren
      zur Wallerwarte über den Kreuzweg hoch. Das war ein Kreuz mit der Steigung,
      da bereute man jedes Bier vom Vorabend.


      

       Treffpunkt Bahnhof Ebermannstadt       
 
        Das schöne Wetter lies einen vergessen, das es tags zuvor geregnet hatte.
      Diese Erinnerungslücke schloss sich nun wieder. Im herrlichen Buchenwald waren die Wurzeln
      und Steine schön glitschick. Das erforderte viel Geschick auf dem schrägen Weg.
      Glücklicherweise waren wir aber nicht auf der Flucht und konnten die Passage ruhig meistern.
      Schließlich kamen wir beim Judenfriedhof oberhalb von Pretzfeld an.
      Nun schwenkten wir ins Trubbachtal ein. Vorbei an einem alten Burgstall,
      kamen wir zum nächsten Schmankerl. Einer Abfahrt Richtung Wannbach.
      Diese war etwas defiziel, da auch diese schmierig war und etwas verblockt.

         

        Eine schöne Abfahrt, wenns trocken ist
                
        Hierbei ging ein Sattel zu Bruch, der den Belastungstest des gewichtigen Fahrers
      nicht stand hielt. Dieses Problem konnte fix behoben werden (das des Sattels).
      Auf Bergab folgt Bergauf.  Nach einer kurzen Auffahrt steuerten wir
      schon wieder die nächste Abfahrt nach Urspring an. Auch diese hatte ihre Tücken,
      da ein trockenes verblocktes Bachbett gequert werden musste. Das forderte seinen Wegzoll.
      Ein Kettenblatt wurde etwas lädiert.
      Nach soviel Bergab, rollten wir nun zum Röthelfels hoch. Wenn man dann mal oben ist,
      und auf dem Felsen steht, ist es immer wieder schön dort.


          
       Energiespeicher auffüllen!
       
       Nun meldete sich schon langsam der Magen. Glücklicherweise war das Gute nicht mehr weit.
     Die Einkehr war nah. So machten wir uns auf, die Grundbedürfnisse der Nahrungsaufnahme zu befriedigen.
     Der Satteltester zeigte sich hierbei uneinsichtig und weigerte sich zum Salattester zu mutieren.
     Ein kurzer Blick auf die Kilometer-Anzeige genügte, um das Thema gefahrene Kilometer nicht weiter zu diskutieren.
     On the fly wurde nun die zweite Hälfte der Runde festgelegt. Nach dem Mittag
     sollten wir die ersten Kilometer ruhig angehen bevor wir über das leicht hügelige Gelände
     nach Muggendorf rollten.


      
          
       Fast alle auf dem Bild (wenn man einen Wanderer braucht ist keiner da).
             

       Nachdem wir ja keine Flüsseradeltour machen wollten, durften wir nun auf der anderen Talseite
     wieder die Anhöhe erklimmen. Schade, spätestens hier, war nichts mehr vom Mittagsessen zuspühren.
     Alles weg. Dafür wurden wir mit schönen Wegabschnitten belohnt.
     Vor Streitberg querten wir noch einmal das Wiesental um zur Neideck hochzufahren.
     Zur Belohnung konnten wir am Hang gemütlich Richtung Ebermannstadt fahren,
     wo zum Abschluss ein Eis auf uns wartete. .
     Nach echten 35 km!! km und 1000hm mussten wir feststellen, dass es auch beim Radeln einen
     windchill Effekt gibt. Gefühlt haben wir dies 35km Distanz wie 60km.




          
Vielen Dank für den Tag!
Norbert

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Watzmann 2005

             Eigentlich schon für das letzte Jahr geplant aber erst 2005 umgesetzt.
             Ein Radelwochenende im Nationalpark Berchtesgaden.
          
             Gemeinsam haben wir unsere Tour geplant. Es sollte mindestens die Auffahrt zur Gotzenalm dabei sein
             und ein Abschnitt aus einer Dreitagestour.
             Die Vorhut stellte uns vor ein nicht geahntes Problem, in unserer
             Wunschgegend "Ramsau" war für die Größe der Gruppe kein Qurtier mehr zu bekommen.
             Sportlich wie wir sind wichen wir auf Piding aus, natürlich mit dem Wissen auf eine Autoanfahrt bei der Tour
             verzichten zu wollen. Immerhin für Samstag und Sonntag jeweils ca. 20km mehr Strecke.
          
                       

            "Groß und mächtig, schicksalsträchtig" frei aus "Der Watzmann" von W. Ambroß.
             
             Die Gotzenalm sollte am Freitag erradelt werden. Vom Königsee zur Alm immerhin 1000hm am Stück
             mit einer maximalen Steigung von (laut Tacho) 29 Prozent.
             Hier das Beweisfoto.
           
              

             Die letzten Meter zur Gotzenalm lassen die Beine nochmal richtig heiß werden!
              

             Die kulinarischen Genüsse lassen die Anstregungen schnell vergessen und es locken die Abstecher
             neben den regulären Wegen die wir auf der Karte und beim Uphill endeckt haben.
             Nochmal beim Hüttenwirt nachgefragt welche Trails auf dem Weg nach unten die besten sind.
             Tja, da kam die Ernüchterung, Naturpark Berchtesgaden ist ein Naturschutzgebiet. Das Befahren
             von Wanderwegen ist mit dem Mountainbike nicht erlaubt.
             So blieb uns nur der Schotterweg nach unten.
             Nicht ausgelastet radelten wir am Königsee angekommen zur Bobbahn rüber, etwas muss doch gehen.
             Die Vernuft siegte beim Begutachten der Anlieger und dem Gefälle der Bahn, wir sind sie nicht
             runtergefahren (zugegeben es war knapp).
            
               

            Herrenstart Bobbahn Königsee
       
            Der Samstag brachte Sonnenschein, Wärme und ungeduldige Biker, die es kaum erwarten konnten an den
            Start zu gehen.
            Die 10km bis zum Saalachsee wurden dementsprechend schnell runtergeradelt.
       
               

           Am Saalachstausee und Startpunkt für die Samstagstour
                

            Auf und Nieder immer wieder, ich weiß nicht mehr wieviele Anstiege es letztentlich waren.
            Es haben sich nur die konstante anhalten Steigungen bei mir eingeprägt. Für einen Frankenverwöhnten Biker
            gar nicht so einfach.
            Die angekündigte Tragestrecke war dann auch wirklich so anspruchsvoll wie angekündigt und
            wir mußten im Team unsere Räder über den Klettersteig hiefen.
           
             

            Keine Angst die helfende Hand wartet oben schon
          
             Der Hirschbichl fast am Ende der Tour wurde von uns als Einkehrpunkt gewählt. Hättens wir besser gewußt,
             wir wären anderweitig eingekehrt. Der Hirschbichl ist die klassische Spaziergänger Kaffee und Kuchen Gaststätte.
             Fast alle Plätze belegt, unfähige Bedienungen und für Biker zu kleine Potionen.
          
             

            Da lang Richtung Einkehr Hirschbichl
           
             Fazit für den Samstag, sehr schöne Tour, viele Höhenmeter doch auch an diesem Tag haben
             wir die Trails vermißt, Frankenverwöhnt halt.
            

             Noch Abends beim Italiener sitzend hat uns der Regen oder besser gesagt das Gewitter überrascht.
             Für Sonntag standen dann auch eine Schönwettertour und eine, naja einfachere Tour auf dem Programm.
             Trotz des Regens entschieden wir uns für die Schönwettertour, die Umrundung des Predigtstuhls.
             Der Knackpunkt der Umrundung ist der erste Anstieg, 450hm mit konstant 19 Prozent Steigung und wenn
             ich konstant schreibe meine ich ohne es auch so.
        

             Allerdings hatte diese Tour auch mit ein paar Schmankerln aufzuwarten, es ging mal richtig Bergab.
             Von Moosen durften wir einen Serpentinenwanderweg abfahren, ich komme heute noch ins schwärmen,
             wenn ich daran denke. Auch wenn uns entgegenkommende Wanderer als.. naja,
             ich glaube Ihr wißt was sie von uns gehalten haben.
          
           

            Die Abfahrt von Moosen, mal ein richtiger Trail
            

            Der weitere Weg überaschte uns ebenfalls mit teils Technisch Anspruchsvollen Wegen.
            Die oblgatorische Rast legten wir nach der Pleite vom Samstag etwas weiter weg
            von der Zivilisation. Die Mordau Alm war für dieses Mal die absolut richtige Enscheidung.
            Ruhig, radfahrergerechte Portionen (ich glaube wir haben Ihren ganzen Kuchenvorrat
            weggefuttert) und eine gemütliche Sennerin als Bewirtschaftung.
        
            

           Mordau Alm, wie man sich eine Bergrast vorstellt
             

            Auf dem Weg zu unseren Autos nach Piding haben wir uns tatsächlich ungewollt aufgespalten.
            Ich verstehe es ja, wenn man Rennradfahrer jagen muß.
            Glücklicherweise kannte bis dahin jeder den Weg zum Ausgangspunkt.
            Alles hat ein Ende, so auch unser Berchtesgaden Wochenende. Wir hatten von allem etwas
            Sonne, Regen, harte Anstiege, schwere Abfahrten, genüßliche Stunden und schön Erinnerungen
            die hoffentlich lange anhalten. Wenn meine Haare grau sind fahre ich bestimmt mal wieder hin.



Martin


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